Einige Immoos waren an der Entwicklung des Wintersportortes Stoos, dem Skiclub und der Skischule massgeblich beteiligt. / Some Immoos were instrumental in the development of the ski resort Stoos, the ski club and ski school.

14.09.2016

English text below!

 

Der Stoos spielte früher in der Gemeinde Morschach nur eine landwirtschaftliche Rolle. Gefragt waren die saftigen Alpweiden an den Hängen vom Fronalp- bis zum Klingenstock. Schon der Name „Stoos“ sagt eindeutig, zu was er diente. Er kommt von „bestossen“, was in der bäuerlichen Sprache nichts anderes heisst, als während des Sommers Vieh auf die höher gelegenen Alpweiden zu bringen. Lange Zeit war das Gebiet des Stoos unbewohnt. Nur im Sommer lebten einige Älpler mit dem Vieh in den Alphütten auf dem Stoos. Die erste Kapelle wurde 1721 eingesegnet und 1730 eingeweiht. Ab 1761 besteht ein Wohnhaus für vier Familien mit Alpwirtschaft auf dem Balmberg, das „Alpstubli“.

Version 2

Von Morschach führt ein steiler Saumpfad auf den Stoos. Erst 1851 liess Landammann Suter das Kurhaus auf dem Stoos erbauen, welches heute noch als Sporthotel besteht. Der Saumpfad wird 1860 zu einem schmalen Strässchen ausgebaut und 1882 renoviert und „kutschentauglich“ gemacht. Eine Strasse von Ried- Muotathal auf den Stoos wurde erstellt und trug zur weiteren Entwicklung bei. Erst ab 1900 wird der Stoos jedoch ganzjährig von Familien bewohnt. Die Kinder müssen noch lange mühsam zu Fuss durch den Stooswald nach Morschach in die Halbtagesschule.

Die Zeit des Tourismus, vor allem des Wintersporttourismus, beginnt erst so richtig im 20. Jahrhundert. 1899 entsteht das Maggihaus, 1903 das Gipfelrestaurant auf dem Fronalpstock, das Naturfreundehaus 1921, der Klingenstock 1928 und fünf weitere Skiclubhäuser. So richtig los kann es aber auf dem Stoos erst gehen, als 1933 die damals steilste Drahtseibahn Europas vom Schlattli auf den Stoos in Betrieb genommen wurde.

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Einige Jahre später kommt noch der „Silbervogel“, die Rütibahn als motorisierte direkte Verbindung Morschach-Stoos dazu. Die ersten Skilifte am Fronalp- und Klingenstock wurden 1939 in Betrieb genommen.

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Die ersten Skifahrer kamen aber schon vorher auf den Stoos. Die Söhne des Morschacher Hoteliers Alois Immoos-Grab (1844-1925) von der Degenbalm, Alois Immoos-Auf der Maur (1882-1965), Augustin Immoos-Binzegger (1889-1956) und Josef Immoos-Ehrler (1883-1958), der dann später das Hotel Alpstubli auf dem Stoos erwerben konnte, gehörten zu den ersten Skifahrern auf dem Stoos, die noch auf selber hergestellten Holzskis vom Fronalpstock auf den Stoos hinunter fuhren. Hinauf ging es damals nur mühsam zu Fuss. Ein langer Aufstieg auf den Fronalpstock wurde mit einer Tiefschnee-Abfahrt ins Tal und durch den Stooswald bis nach Morschach belohnt (siehe auch Haudegen).

Version 2

Die Skischule auf dem Stoos wurde von 1934-1952 auf privater Basis geführt. So richtig Konstanz und Qualität erhielt sie aber erst, als 1939 der junge Skilehrer Sepp Immoos (der Sohn von Sepp Immoos-Ehrler, Alpstubli) die Leitung der Skischule übernahm. Und sie mit grossem Erfolg bis 1952 führte. Dann übernahm 1953 der Verkehrsverein die Skischule Stoos.

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Einige initiative Skifahrer gründeten 1941 den Skiclub Stoos. Hauptinitianten waren: Sepp lmmoos (Jun.), Stoos, Walter Brack, Luzern, Paul Betschart, Stoos, Jost Walker, Stoos, und W. Klein, Schwyz. An der Gründungsversammlung nahmen von den „Immoosigen“ Sepp Immoos (Sen.), Sepp Immoos (Jun.), Skilehrer, Skischulleiter (später Trainer der Schweizerischen Skinationalmannschaft), Louise Immoos, (später Baggenstos-Immoos, Malermeisters, Gersau) teil. Später trat auch noch Walter Immoos, Degenbalm Morschach, (später Immoos-Abegg, Schwyz) in den Skiclub ein.

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Schon bald nach der Gründung des Clubs bildete sich aus Mitgliedern eine Renngruppe, die unter der Leitung und dem Training von Sepp Immoos stand. Diese errang in der Folge grosse skisportliche Erfolge auf regionaler und schweizerischer Ebene, die dem Club zu einem beachtlichen Ruf in der Skiwelt verhalfen.

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Auf der Website des Skiclubs Stoos können diese nachgelesen werden.

Danksagung:
Herr Karl Odermatt, 96-jähriger Skipionier und ehemaliger Skirennfahrer, Schweizermeister, Skilehrer hat mir massgeblich bei der Identifikation der Fotografien geholfen und manche Begebenheit von früher erzählt. Herzlichen Dank und weiterhin alles Gute!

Bildquellen:
Titelbild: Skiclub Stoos; Aufnahme aus den 40-er Jahren; Fotograf unbekannt; Foto aus dem Familienarchiv Immoos; hinten von links: 1. Godi Fässler, 4. Walter Immoos-Abegg; Miite von rechts sitzend: 3. Emil Baggenstos-Immoos, 4. Franz Stump; vorne von rechts sitzend: 1. Josef Steiner, 2. Sepp Schmid, 3. Sepp Immoos (Jun.), 4. eine Frau Stump. Die restlichen Personen konnten nicht mehr zugeordnet werden.
Beitragsbild: Hotel Alpstubli Balmberg; alte Postkarte von 1940; Hotelier und Besitzer waren Josef (Sepp) Immoos-Ehrler und sein Sohn Sepp Immoos -Schelbert; Familienarchiv
Beitragsbild: Talstation Schlattli der Drahtseilbahn auf den Stoos, Winterbetrieb; Foto aus dem Archiv der Kulturgruppe Morschach, Ernst Immoos
Beitragsbild: Skilift auf den Fronalpstock; Foto aus dem Archiv der Kulturgruppe Morschach, Ernst Immoos
Beitragsbild: Skifahrergruppe auf den Gipfeln des Stoos um 1920; Foto aus dem Fotoalbum Immoos Degenbalm; vorne sitzend Alois Immoos-Auf der Maur (1882-1965), rechts stehend Augustin Immoos-Binzegger (1889-1956) mit unbekannten Freunden.
Beitragsbild: Plakat der ersten Skilehrer der Skischule Stoos; Fotosammlung von Josef Grüster Schwyz;  Skilehrer von links nach rechts: Sepp Hofstetter; Sepp Immoos (Skischulleiter und Hotelier Alpstubli); Emil Baggenstos (später Malermeister Gersau und Schwager von Sepp Immoos); Josef Steiner; Josef Schmid
Beitragsbild: Mitglieder des Skiclubs Stoos in der Clubjacke um 1940; Foto im Familienarchiv Immoos; hinten: Mitte Walter Immoos-Abegg, Schwyz; ganz rechts Karl Walker; vorne: von links Godi Fässler, Alois Schelbert, unbekannt, Jost Walker
Beitragsbild: Schweizermeister 1949; Foto aus der Chronologie 2, Geschichte des Skiclubs Stoos heruntergeladen von der Website  http://www.sc-stoos.ch
Beitragsbild: Sepp Immoos (Jun.) als Teamchef der Schweizer Skifahrer an der Olympiade in Cortina d’Ampezzo 1956; Aus einem Bericht des „Bote der Urschweiz“ im Jahre 2009.

Links und Textquellen:
Skiclub Stoos, Geschichte Chronologie 1 und 2
Sepp Immoos, Nationaltrainer (herunterscrollen bis zu Sepp Immoos!)
Karl Odermatt, Sportlegende des Stoos
Wie es war und ist, eine Zeitreise durch Morschach – Stoos (herunterscrollen bis Zeitreise!)


English:

09.14.2016

Some Immoos were instrumental in the development of the ski resort Stoos, the ski club and ski school.

The Stoos played earlier in the municipality of Morschach only an agricultural role. Asked the lush alpine meadows were on the slopes by Fronalp- to Klingenstock. Even the name Stoos says clearly to what he served. He comes „slightly worn“ of what otherwise is called in the peasant language than to bring on the higher pastures during the summer livestock. For a long time the area of Stoos was uninhabited. Only in the summer lived some Alpine farmers with the cattle in the Alpine chalets on the Stoos. The first chapel was built in 1721 consecrated and inaugurated 1730th From 1761 there is a house for four families with Alppub on the Balmberg, the „Alpstubli“.

From Morschach a steep mule track leads to the Stoos. Only 1851 left Landamman Suter build the Kurhaus on the Stoos, which still exists as a sport in the hotel today. The mule track is 1860 expanded into a narrow road and renovated in 1882 and made „coach-friendly“. A street of Ried Muotathal on the Stoos was created and contributed to the further development. It was not until 1900 Stoos but inhabited all year round by families. The children have a long tedious walk through the Stoos forest Morschach in the half-day school.

The days of tourism, especially the winter sports tourism, starts only really in the 20th century. In 1899 he built the house Maggi, 1903, the summit restaurant on the Fronalpstock, the Naturfreundehaus 1921 the Klingenstock in 1928 and five other ski club houses. It really got, however, can go on the Stoos only when 1933 the then steepest railway Europe was put into operation from Schlattli on the Stoos. A few years later comes the „Silver Bird“, the „Rütibahn“ as motorized direct connection Morschach-Stoos it. The first ski lifts on Fronalp- and Klingenstock were put into operation 1939th

However, the first skiers arrived earlier on the Stoos. The sons of Morschacher hoteliers Alois Immoos-Grab (1844-1925) of the Degenbalm, Alois Immoos Auf der Maur (1882-1965) and Josef Immoos Ehrler (1883-1958), who later purchase the Hotel Alpstubli on the Stoos could, were among the first skiers on the Stoos who drove on self-manufactured wooden skis from Fronalpstock Stoos on down. Up went there were only with difficulty walking. A long climb up the Fronalpstock was rewarded with a deep snow descent into the valley and through the Stoos forest up to Morschach.

The ski school on the Stoos led by 1934-1952 on a private basis. So right consistency and quality they received but only after 1939, the young instructors Sepp Immoos (the son of Sepp Immoos Ehrler, Alpstubli) took over the management of the ski school. And they led with great success to 1952nd Then took over in 1953 the tourist office, the ski school Stoos.

Some skiers initiative founded in 1941 the ski club Stoos. Main initiators were: Sepp lmmoos (Jun.), Stoos, Walter Brack, Luzern, Paul Betschart, Stoos, Jost Walker, Stoos, and W. Klein, Schwyz. At the founding meeting took of the „Immoosigen“ Sepp Immoos (Sen.), Sepp Immoos (Jun.), Ski instructor, ski school and later coach of the Swiss national ski team, Louise Immoos, later Baggenstos-Immoos, Gersau part. Later even Walter Immoos, Degenbalm Morschach, later Immoos-Abegg, Schwyz joined the ski club. Soon after the founding of the club was formed from members of a racing group was headed and the training of Sepp Immoos. This achieved in the next big athletic successes at regional and Swiss authorities, who helped the club to a considerable reputation in the ski world. On the website of the Ski Club Stoos this can be found.

Mr Karl Odermatt, 96-year-old ski pioneer and former ski racer, Swiss champions, instructors helped me significantly in identifying the photographs and told some story from the past. Thank you and all the best!


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Foto Blog der Immoos-Website + früher Genealogie-Blog