Fortschritte in der Fotografie machen – aber wie?

Datum: 9. April 2019

Die Gleichung heisst: Herausforderungen annehmen und bestmöglich umsetzen = Fortschritte machen!

 

Wenn man Fotografierende fragen würde, was denn das Entscheidende sei, dass man Fortschritte beim Fotografieren mache und supergute Fotografien entstehen, so bekäme man sicher die verschiedensten Antworten darauf. Der Eine würde meinen, dass eine Vollformatkamera und bessere Objektive es richten würden, die Andere würde Fotokurse besuchen, um die Fototechnik besser zu erlernen, einige würden denken, dass man halt schöne Fotos hauptsächlich in fernen Ländern machen könne, man nur das Super-Motiv oder den Superspot finden müsse oder ähnliche Dinge. Dann würde es eben schon irgenwann mal klappen mit den Top-Fotos.

Alle Antwortenden haben nach unserer Ansicht ein wenig richtig und ein bisschen falsch. Die Sache mit den guten Fotos und den Fortschritten in der Fotografie ist komplexer als man denken würde. Man kann diese Fragestellung nicht so eindeutig beantworten. Gute Fotos kann man mit allen Kameras machen, Qualitätsunterschiede bei höherklassigen Kameramodellen und manchmal viel wichtiger, mit besseren Objektiven, sind natürlich vorhanden, sonst würde diese niemand kaufen. Wer diese Geräte aber nicht bedienen und fototechnisch richtig einsetzen kann, wer den Blick für das gute Motiv nicht hat oder nicht geschult hat, auch den guten Spot nicht erkennt oder nicht zur richtigen Zeit fotografiert und einiges mehr, wird weiterhin nur einen mittelmässigen Output sein eigen nennen können.

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Wir haben die Fotografie über viele Jahre betrieben und von Grund auf erlernt. Auch wir haben zu lange nur mittelmässige Fotos produziert. Auch wir haben uns eine bessere Ausrüstung zugelegt. Auch wir haben Fotokurse belegt. Auch wir haben uns autodidaktisch mit Büchern und auf You Tube weitergebildet. Und obwohl wir beide ein gutes Auge für die schönen Motive und die Bildgestaltung hatten, hielten sich die Resultate und die Fortschritte in Grenzen, so zu sagen unter „ferner liefen“! Auf deutsch und deutlich gesagt, wir kamen einfach fotografisch nicht richtig vom Fleck.

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Das Zauberwort zum Durchbruch hiess bei uns: Neue Herausforderungen annehmen, Neues anpacken! Jede Disziplin der Fotografie hat ihre eigenen Gesetze und Herausforderungen. Erst, wenn du diese erkennst, annimmst, sich damit auseinandersetzt und dann auch versuchst bestmöglich umzusetzen, geht es mit deiner Fotografie vorwärts.

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Als ein Beispiel dient hier die Landschaftsfotografie, unser Hauptgebiet. In der Landschaftsfotografie waren es hauptsächlich das Finden eines tollen Spots und guter Motive sowie das „zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort Sein“, also das richtige Planen und Rekognoszieren im voraus für diese eine Fotografie, die du im Kopfe haben musst. Wetter, Licht, Wolken, Nebel vorausschauend einbeziehen, ist gar nicht so einfach, führt aber zu Fotos, die aus der Masse der Bilder herausstechen. Am Spot selber dann das Komponieren des Bildes bei meistens unangenehmen Wetterverhältnissen, in den ganz frühen Morgenstunden, auch spät am Abend oder mitten in der Nacht irgendwo in der Natur, der Wildnis oder auch in Ortschaften, Weilern oder Städten. Nicht alles einfach ablichten, in der Beschränkung auf das Wesentliche und das beste Motiv liegt der Erfolg.

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Nun zur Hauptsache! Das alles war noch nicht genug und nicht das Entscheidende. Fragen Sie uns aber, was bei uns die entscheidende Herausforderung für bessere Bilder war, die wir meistern mussten, so müssen wir eine Antwort geben, die vermutlich die wenigsten erwarten würden. Darum wollen wir diese Erfahrung hier im Blog allen weitergeben.
Was bei uns beiden schlussendlich den Quantensprung ausmachte, von durchschnittlichen „Knipsern“ zu ambitionierten Hobbyfotografen mit Bildern, die uns beiden sehr gefallen, die unseren hohen Qualitätsanforderungen entsprechen und die wir auch gerne zeigen, war nur zu einem kleinen Teil die bessere Kamera, das bessere Glas bei den Objektiven, die verschiedenen, tollen Filter, das bessere Stativ, nein, es war nicht die Hardware.

 

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Bei uns war es quasi die Software, das Format und die Bildentwicklung. Lange haben wir uns nicht an das RAW-Format und die RAW-Entwicklung mit PS-RAW-Konverter, PS und/oder LR gewagt und unsere Fotos nur mit Jpg aus der Kamera verwendet und auf dem IMAC nur mit IPhoto ganz einfach mit dem Zauberstab etwas optimiert und zugeschnitten. Etwas anderes trauten wir uns nicht zu. RAW war etwas für Profis, tönte für uns sehr kompliziert und wie ein Buch mit sieben Siegeln. Also Finger weg, „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Diesmal sollte sich das Sprichwort nicht bewähren.
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Erst als wir diese RAW-Herausforderung annahmen und meisterten, uns die Programme von Adobe zulegten und lernten damit richtig umzugehen, wussten wir, was es heisst, sein nach allen Regeln der Kunst geplantes und mit der guten Ausrüstung aufgenommenes Foto nur noch in RAW aufzunehmen, selber so zu entwickeln, wie wir unsere Bildidee in der Natur angetroffen haben. Erst danach machten wir den entscheidenden Fortschritt in der Fotografie.
Und man hat ja nie ausgelernt, darum gibt es immer neue Herausforderungen, die zu besseren Fotos führen. Es hört nie auf und gerade das ist das Erfüllende an der Fotografie.

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Sollten Sie also noch in Jpg fotografieren, so raten wir Ihnen, schleunigst die Herausforderung RAW / Photoshop und/oder Lightroom von Adobe in Angriff zu nehmen. Sie werden es nie bereuen, höchstens bedauern, dass sie nicht schon viel früher diesen wichtigen Schritt gewagt haben.

Viel Glück und Erfolg wünschen
Birgit und Ruedi Immoos

 

Fotos:
Alle Fotos zur Illustration wurden von Birgit und von Ruedi W. Immoos aufgenommen.

 

Alle Fotos von Birgit und Ruedi W. Immoos finden Sie auf unserer Fotowebsite. Man darf sie gerne anschauen, alles andere auf Anfrage.
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