Faszination Tierfotografie – speziell Eisvogel – Kingfisher – Martin-pêcheur oder wissenschaftlich Alcedo atthis

Datum: 16. Februar 2020

Wie, wo, wann und unter welchen Bedingungen man das kleine, pfeilschnelle, farbenprächtig schillernde Vögelchen – aber auch andere Vögel und Tierarten – in der Schweiz am besten fotografieren kann.

 

In der Tierfotografie erfreut sich der Eisvogel besonderer Beliebtheit. Von seiner Farbenpracht her, ist dies auch ganz verständlich. Wenn du einmal einen gesehen hast, bist du von dieser Art begeistert. Sie zieht dich in ihren Bann und lässt dich nicht mehr los. Da spielt es keine Rolle, ob du zu den vielen Vogelbeobachtern, ausgerüstet mit allerlei Tarnkleidern, scharfen Feldstechern, grossen Fernrohren auf Stativen oder eben zu den vielen Vogelfotografen gehörst, die „bewaffnet“ mit mehr oder weniger schweren Stativen und/oder auch mehr oder weniger dicken Brennweiten, versehen mit allerlei Tarnmänteln, sowohl bei den Fotografen als auch der Ausrüstung, der spannenden Fotojagd frönen. Dieses wunderbare, pfeilschnelle Vögelchen oder natürlich auch viele andere Arten in unserer Tierwelt zu beobachten und zu fotografieren, ist das Ziel aller dieser Aktivitäten, die dazu von dieser Zielgruppe unternommen werden.
In diesem Blogartikel wollen wir euch aufzeigen, wie, wo und wann man den kleinen, farbigen Jäger – aber auch andere interssante Spezies besonders gut vor die Linse bekommen kann.

In der hohen Schule der Naturfotografie unterscheidet man grundsätzlich drei Qualitäten in der Aufnahme von Tieren: 1) Captive animals (eingesperrte); 2) Controlled conditions (unter kontrollierten Bedingungen) und 3) In the wild (in freier Wildbahn). In unserem Falle hier nun Vögel, speziell in diesem Artikel eben auch die Eisvögel aber auch bei allen anderen Arten in der Tierfotografie ist dem so. Man kann Tiere eigentlich überall auf unserer Erde in der Natur fotografieren – aber eben nicht überall gleich einfach, sondern mehr oder weniger schwierig und auch geografisch, zeitlich und fotografisch mehr oder weniger anspruchsvoll.

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Eisvogel Hahn, „in the wild“, in freier Wildbahn

1) Captive animals: Am einfachsten und erfolgreichsten fotografiert man Tiere natürlich, wenn sie einem nicht so einfach entwischen können und dort, wo man weiss, dass sie einem sicher vor die Linse kommen und man dann auch sehr ergiebig zum „Schuss“ kommt. Kurz gesagt: Am besten natürlich in Tierparks, Zoos, Vogelparks, Wildparks, Volièren und anderen Einrichtungen dieser Art. Da ist es auch für Anfängerinnen und Anfänger in der Tierfotografie möglich, schon zu Beginn, gute Fotos zu machen – und vor allem viel Erfahrung zu sammeln! Übung macht den Meister.

Tierpark-Langenberg-Elchkuh-von-links-fressend-Kopf-im-Gras_DSC7220-Signet-webElchkuh fressend; Tierpark Langenberg ZH; Foto: Ruedi W. Immoos; Captive animals.

Es gibt ganz viele sehr gute Fotografen, die so von Zoo zu Zoo oder von Tierpark zu Tierpark reisen, um zu den verschiedenen Jahreszeiten dort die Tiere auch ganz aussergewöhnlich zu fotografieren und dort auch tüchtig zum „Knipsen und Abdrücken“ und dann mit vollen Speichermedien nach Hause kommen.  Viele Zoos und Tierparks haben sich auch schon auf diese Art der Fotografen-Besucher spezialisiert und bieten sogar verschiedene spezielle Attraktionen zu Tierarten und auch diverse Workshops dazu an, insbesondere mit Zugang an Orte in den Parks, wo man sonst normal nicht hinkommt.
Aufgepasst: Man darf in den Zoos und Parks für den Privatgebrauch fotografieren, diese Fotos auch veröffentlichen. Will man sie aber gewerblich und finanziell nutzen, braucht es meistens eine Bewilligung des Zoos oder des Parks! Man sollte das immer im voraus abklären.

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Bartgeier, Tierpark Goldau, in der Flugvolière auf ca. 5 Meter Distanz aufgenommen; Foto: captive animals.

Diese Tierfotos werden unter anspruchsvollen Fotografen mit Photo: „captive animals“ bezeichnet – oder sollten so klassifiziert werden. Dies auch, um den Betrachtern deutlich zu machen, dass man eben dort fotografiert hat, wo es etwas einfacher ist und man nicht besonders lange Geduld haben muss, um einige gute Tierfotos zu schiessen. Auch darum, weil diese Fotos heute so gemacht, entwickelt und bearbeitet werden können, dass sie aussehen, wie wenn man sie in absoluter Freiheit aufgenommen hätte. Dies hat auch etwas mit Ehrlichkeit und Sachlichkeit in der Tierfotografie zu tun.

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Wolf schleichend, Tierpark Langenberg ZH; Foto: captive animals.

2) Controlled conditions: Eine weitere Möglichkeit Tiere zu fotografieren hat man heute in den vielen Natur- und Tierschutzgebieten. Fotos, die dort entstanden sind, sehen zwar aus, wie in freier Wildbahn aufgenommen, sind jedoch immer noch etwas einfacher zu machen, als in freier Wildbahn, da die Tiere dort häufiger vorkommen, sich etwas an die Beobachter gewöhnt haben und durch die eingehaltenen Distanzen nicht so schnell gestört werden und flüchten. Auch finden diese Tiere dort die Naturbedingungen, die sie besonders brauchen und die der Mensch da extra für sie angelegt und geschaffen hat – inklusive Futter oder eben Futterfischeinsatz. 
Die PSA (Photography Society of America) und auch andere Organisationen haben dazu einen  Zugang gewählt, welcher etwas einfacher zu interpretieren ist. Als „Captive animals“ und „controlled conditions“ sind alle jene Situationen zu bezeichnen, wo die fotografierten Tiere eingeschlossen und/oder vollständig von der Nahrung und Betreuung durch Menschen abhängig sind. Beispiel: zahme Wildtiere, die zwar in freier Natur aufgenommen werden, gelten als „cc“. Hingegen die angefütterten, freilebenden Bären und Wölfe, wo auch immer, sind nicht vollständig abhängig von der Fütterung durch Menschen, also können sie mit „in the wild“ oder unter der Rubrik „Wildlife“ veröffentlicht werden. Falls Tiere explizit dazu getötet werden, um andere Tiere damit anzulocken und zu fotografieren, so verstösst dies ganz klar gegen den Verhaltenskodex ehrlicher Tierfotografen.

Eisvogel-auftauchen-Flügel-ausgebreitet-La-Sauge_DSC7639-Signet.webEisvogel auftauchend, fotografiert in La Sauge; Foto: Controlled conditions.

Solche Tierfotos unter „cc“ kann man mit bedeutend weniger Aufwand machen, als dies für Fotografen in freier Wildbahn möglich ist. In diesen Gebieten hat man sich einfach strikte an die geltenden Regelungen zu halten. Diese werden meistens mit grossen Info-Tafeln bekannt gegeben. Die wichtigstge Regel in diesen Gebieten ist immer, dass man die angelegten Wege und Stege, Türme, Plattformen, usw. nicht verlassen darf. Es ist nicht immer ganz einfach, bei solchen Tierfotografien die Unterscheidung zwischen „cc“ und „in the wild“ zu machen.

Eisvogel-La-Sauge-auffliegend-vor-heller-Mauer_DSC4034-Signet-webEisvogel abfliegend, in La Sauge fotografiert; Foto: controlled conditions
Nikon D850; Nikkor 200-500/5.6 + Telekonverter 1.4 bei 700mm; f8; 1/4000s; ISO 1000.

In vielen dieser Naturschutzgebieten wurden in letzter Zeit durch die Natur- oder Tierschutzorganisationen für die bessere Beobachtung der Tiere auch sogenannte „Hiden“, Vogelbeobachtungshütten oder auch -wände oder Türme erstellt. Diese bieten den Beobachtern und Fotografen durch die bauliche Tarnung gute Möglichkeiten, die Tiere noch etwas näher und in ihrem natürlichen  Lebensraum anzuschauen. Bei der Kategorie „controlled conditions“ gehen aber nicht alle soweit, auch die Hide-Fotografie total darin einzuschliessen. Es ist schwierig, dort eine Grenze zu ziehen. Ist fotografieren aus einer Hide (z.B. abgelegen in einem grossen Natrschutzgebiet) oder aus einem speziellen Tarnzelt bereits „cc“?

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Beobachten und Fotografieren ist in speziellen Gebieten des Natur- und Tierschutzes immer nur von diesen Wegen, Stegen Beobachtungsplattformen und Vogelhiden aus erlaubt. Dort selber verhält man sich ruhig, nur flüsternd und kleidet sich unauffällig. Bei grossem Andrang ist es anständig, auch mal wartende Fotografinnen oder Fotografen an die aussichtsreichsten Öffnungen zu lassen, damit auch diese ein Foto in den Kasten bekommen. Sie werden es dir danken!

Eisvogel-sitzend-pastell-gross-La-Sauge_DSC1420-a-Signet-webEisvogelmännchen auf dem Ansitz; Foto: controlled conditions.

Das Rundwegnetz ist meist so angelegt, dass man die Tiere zwar sehen, beobachten und auch fotografiern kann – aber immer aus einer gewissen Distanz, welche den Bewohnern des Naturschutzgebietes die notwendige Ruhe und Ungestörtheit absichert. Darum ist es für Fotografen dort wichtig, mit grossen Brennweiten ausgerüstet zu sein und vom Stativ mit Gimbal zu fotografieren, damit die Fotos dann wirklich auch etwas werden. Viele erfahrene Tierfotografen nutzen dabei die Brennweitenvorteile durch den Cropfaktor bei APS-C DX Kameras in Verbindung mit Vollformat Teleobjektiven und Telekonvertern. Hier ist die Entscheidung zwischen „cc“ und „in the wild“ etwas schwieriger zu treffen und meist dem Fotografen oder der Fotografin zu übelassen, welche die Situation bei der Aufnahme des Fotos genau kennt.

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In der Schweiz – aber auch im europäischen Ausland – wurden in letzter Zeit von Tier- und Naturschutzorganisationen sogenannte „Bird Life Centren“ erbaut. In der Schweiz betreibt „Bird Life Schweiz – Suisse – Svizzera“ einige solcher Centren. Bird Life Schweiz ist mit 67’000 Mitgliedern eine der grössten Naturschutzorganisationen der Schweiz. Das Netzwerk vereint 440 lokale Naturschutzvereine, 18 Kantonalverbände und zwei Landesorganisationen. Deren Mitglieder sind alle auch Mitglieder bei Bird Life Schweiz.

Eisi_DSC9860--komp-1-Signet-webEisvogel (junges Weibchen, Füsse noch grau) auf dem Ansitz; Hide am Flaachsee; Foto: Controlled conditions.

In den bestehenden Centren kann man gegen Eintritt die heimische Vogelwelt erkunden, beobachten und auch fotografieren. Die Organisation bietet den Besuchern dort auch noch Führungen und andere museale Angebote. Der Vorteil besteht darin, dass du dort als Fotograf mit einer gewissen Sicherheit deinen bevorzugten Vogel auch wunderbar in natürlicher Umgebung im Laufe des Vogeljahres fotografieren kannst. Besonders die Eisvögel kann man in La Sauge besonders schön fotografieren. Das geht aber auch in den anderen Bird Life Centern der Schweiz.

Eisvogel-LA-Sauge-Flug-mit-Fisch-ohne-Kopf-dunkel_DSC9484-ohne-Hilz-Signet-webEisvogel fliegend mit Beute ohne Kopf; Foto: Controlled conditions.
Nikon D850; Nikkor 200-500/5.6 bei 500mm; f8; 1/4000s; ISO2500; aus der Hand.

Fotos, die unter solchen Bedingungen entstanden sind, kommen Aufnahmen in freier Wildbahn oft sehr nahe. Damit man diese Fotos dennoch unterscheiden kann, werden sie von anspruchvollen Fotografinnen und Fotografen mit dem Begriff Foto: „controlled conditions“ bezeichnet und deklariert.
Dass eine genaue Unterscheidung zwischen „cc“ und „in the wild“ nicht ganz so einfach ist und man selber gewisse Entscheidungen, je nach Schwierigkeit der Fotosituation in der Natur treffen muss, haben wir im Text oben versucht darzulegen.
(Für diese speziellen Hinweise, die wir zu diesem Thema vom bekannten Tierfotografen Rolf Hilfiker bekommen haben, bedanken wir uns sehr.)

Erst kürzlich habe ich erfahren, dass es vor allem im Osten, in der Tschechei, in Polen und auch im Balkan Wildparks oder private Anbieter gibt, die spezielle Fototouren anbieten, bei denen man mit Guides ganz interessante, wilde Tiere wie den Auerochsen, Wildpferde, den Bären, Wölfe aber auch Adler und andere grosse Greifvögel und sogar dressierte Füchse, Dachse, Wildkatzen oder sogar grosse Raubtiere wie den Tiger in ganz speziellen Shooting-Situationen fotografieren könne. Wen sowas interessiert, findet es sicher schnell heraus. Ob diese Fotos, dann unter „controlled conditions“ oder „in the wild“ zu laufen haben, ist wie weiter oben beschrieben, von Fall zu Fall zu entscheiden.

Eisvogel-drohen-Schnabel-offen-hochgestreckt-weisses-Bokeh_DSC7377-a-Signet-webEisvogelweibchen mit Drohgebärde; in La Sauge aufgenommen; Foto: Controlled conditions.

3) In the wild: Die absolute Königsdisziplin in der Tierfotografie ist natürlich das Fotografieren der wilden Tiere in freier Wildbahn. Diese Art der Fotografie stellt an den Fotografen und die Fotografin ein vielfältiges Angebot an Herausforderungen, die sie dabei zu bewältigen haben. Man benötigt dazu eigentlich grosse Kenntnisse in der Wildbiologie, spezielle Fertigkeiten im Aufspüren der Tiere und ihrer Brutstätten wie sie die Jäger haben, Erfahrung im verdeckten und getarnten Verhalten und Fotografieren sowie verschiedene Hilfsmittel wie Tarnkleidung, Tarnzelte, verdeckte Ansitze, selbstgebaute Tarnvorrichtungen usw. Dazu hast du dafür zu sorgen, dass deine Physis den langen Märschen in unwegsamem Gelände, mit schweren Fotorucksäcken oder auch den Biwacks gewachsen ist.

Wiedehopf-Unterlunkhofen-Reuss-besser_DSC9852-1-1-Signet-webWiedehopf zu Beginn der Paarungszeit; Foto: In the wild.

Sonst hat man wenig Chancen, weil die Tiere in freier Wildbahn natürlich um einiges vorsichtiger sind, sich gut verstecken, tarnen und ihr Heil viel schneller in der Flucht suchen, als in Naturschutzgebieten oder Bird Life Centern. Darum ist es auch richtig, dass nur Fotos, die unter natürlichen Bedingungen entstanden sind, die Bezeichnung: „Photo: In the wild“  oder „Wildlife“ zustehen.
Wir beide fotografieren Tiere bis jetzt mehrheitlich eben in Naturschutzgebieten, aus Hiden oder in Bird Life Centern – natürlich auch zum Teil unserem schon etwas fortgeschrittenen Alter geschuldet. Nur selten gelingen uns auch tolle „in the wild“ Fotos!

Kletterratte-Sonnenhut_DSC4272-Signet-webKleine Kletterratte im Feld des Sonnenhuts; Photo: In the wild.

Eisvogel-50-Meter-entfernt-mit-700mm_DSC0099-a-Signet-webEisvogel; Foto: In the wild.

Es gibt noch eine weitere Kategorie!
Wenn man es ganz genau nimmt, gibt es noch eine weitere Kategorie von Tierfotos, nämlich die Composings. Da werden meist mehrere Fotos von den Tieren gemacht und auch von verschiedenen Hintergründen. Diese Fotos werden dann durch Freistellung des Hauptmotivs „Tier“ und das Zusammenfügen mit verschiedenen Ebenen in Adobe PS zu ganz speziellen Tierbildern mit tollen Wirkungen in Stimmung, Lichterscheinungen und Farben komponiert. Diese Fotos sollte man als Composings bezeichnen. Dann ist es für die meisten Fotografen OK, auch wenn einige sie als Lügenwerk und Betrug hassen, andere jedoch die Kreativität dahinter lieben und als künstlerische Gestaltung und Komposition ansehen. Darüber liesse sich endlos diskutieren.

Rohrdommel-Pfahlhaltung-vor-Schilfwasser-Z50_0126-2-1-Signet-webRohrdommel; Foto: controlled conditions und Composing

Tierpark-Mufflon-freigestellt_DSC9977--Signet-webMufflon; Tierpark Goldau; Foto: Captive animals and composing.

Anmerkung: Fotos von Vögeln im Flug belichten wir von 1/2000 s an aufwärts. Meistens verwenden wir jedoch bei den schnellen Bewegungen 1/4000s, um ein pickelscharf eingefrorenes Foto zu erhalten!

Wir wünschen allseits schönes Fotografieren von Tieren in der Natur.

Herzlichst
Birgit und Ruedi Immoos Fotografie


Fotos:
Die Fotos im Artikel stammen alle von Fototouren  in der Tierfotografie von Birgit und Ruedi Immoos (siehe Wasserzeichen) und unterliegen dem ©.
Titelbild: Birgit Immoos.


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