Militärdienst ist des Schweizers Pflicht; oder wie der Grossvater, so der Enkel, was dabei zum Vorschein kam war Zufall! / Military service is the duty of the Swiss; or like the grandfather, so the grandson, what came to light was coincidence!

12.10.2016

English text below!

Eine kleine eidgenössische Kavallerie-Geschichte

Steinbrück’s Kavallerie hätte sich gewaltig gewundert, wäre sie, wie so leichtfertig angedroht, bei den Eidgenossen über die Grenze galoppiert. Obwohl die berittene Truppe vor über 40 Jahren in der Schweiz – als letztem Land Europas notabene – 1972 abgeschafft wurde, lebt sie munter allerorts in Kavallerievereinen, paramilitärischen Kavallerieorganisationen und Kavallerieveteranenvereinigungen weiter. Sogar die historischen Uniformen werden dabei manchmal noch getragen. Vermutlich wäre es ein Leichtes gewesen, genügend Reiter zu mobilisieren, um den Steinbrück’schen Husaren die Stirn und an der Grenze gebührend halt zu bieten. Vor 1972 und früher sowieso, denn fast keine andere Truppengattung hatte so einen Zusammenhalt, einen Kampfgeist und rückte mit seinem besten Freund, dem «Eidgenoss» ein, wie damals die Angehörigen der Kavallerie. Militärdienst ist des Schweizers Pflicht; oder wie der Grossvater, so der Enkel, was dabei zum Vorschein kam war Zufall! / Military service is the duty of the Swiss; or like the grandfather, so the grandson, what came to light was coincidence! weiterlesen

Als die Automobile in Morschach Pferden, Kutschen und Morschachbahn den Garaus machten. / As the cars in Morschach the horses, carriages and the railway made a full end.

29.09.2016

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Mobilität war für die Menschen immer schon faszinierend. Wenn man im Nachhinein beobachtet, mit welchem Enthusiasmus edelste Reitpferde gezüchtet, elegante Wagen und Kutschen gebaut wurden, kann man verstehen, dass Mann etwas darstellte, wenn er in der Lage war, Distanzen schneller zurückzulegen als zu Fuss. Seine Kutsche oder eben später seine Limousine vorfahren zu lassen, war etwas Besonderes und damals noch wenigen vorbehalten. Fortbewegungsmittel übten auch darum eine besondere Faszination auf uns Menschen – oder besser formuliert – auf uns Männer aus. Als die Automobile in Morschach Pferden, Kutschen und Morschachbahn den Garaus machten. / As the cars in Morschach the horses, carriages and the railway made a full end. weiterlesen

Als die Tennis- und Golfbälle in die Innerschweiz und nach Morschach flogen! / As the tennis balls and golf balls were flying to Central Switzerland and to Morschach!

23.09.2016

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Heute weiss fast jedes Kind, dass Tennis und Golf zwei Ballsportarten sind. Vielleicht denkt hie und da noch jemand, dass Golf doch ein deutscher Personenwagen sei. Was auch gar nicht so daneben liegt, heisst doch das Auto nach der Sportart. Tennisplätze und –clubs gibt es zu Hauf, Golfplätze in allen Regionen mehr und mehr. Als die Tennis- und Golfbälle in die Innerschweiz und nach Morschach flogen! / As the tennis balls and golf balls were flying to Central Switzerland and to Morschach! weiterlesen

Das Leben im Bergdorf Morschach wurde bis zur Belle Epoque von den Bauernfamilien dominiert. / Life in the mountain village Morschach was dominated until the Belle Epoque of the farming families.

14.07.2016

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Wer von der Schwyzerhöhe nach Morschach und Sisikon oder umgekehrt wandert, kann sie entdecken. Die Rede ist von den schönen Bauernhöfen auf der Sonnenterrasse oberhalb des Urnersees und des Schwyzer Talkessels. In sanften Hügeln, welligen Flächen aber auch steileren Halden eingebettet, findet man die hin und wieder weit vom Dorf abgelegenen schönen Bauernbetriebe mit stattlichen Häusern und Ställen. Mit teilweise heute un- oder missverständlichen Namen versehen liegen sie über das fruchtbare Gebiet der Gemeinde verteilt. Rüti, Bergi, Zun, Tümmlen, Boden, Leim, Degenbalm, Hetzig, Rieten, Laui, Mattli, Husmatt, Schilti, Tannen und wie sie alle heissen, wurden seit Jahrhunderten von eingesessenen Morschacher Familien bewirtschaftet. Auf vielen davon sassen zeitweise auch Vertreter der Familie Immoos. Das Leben im Bergdorf Morschach wurde bis zur Belle Epoque von den Bauernfamilien dominiert. / Life in the mountain village Morschach was dominated until the Belle Epoque of the farming families. weiterlesen

Wagemutige Haudegen, Hasardeure und sogar Helden unter den Immoos von Morschach. / Daring swashbuckler, gamblers and even heroes among Immoos of Morschach.

26.06.2016

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Nicht nur kräftige Männer wie der landesweit bekannte starke Styger, sondern auch andere mutige, heldenhafte und innovative Kerle hat es in Morschach einige gegeben. Und es gibt sie vermutlich heute immer noch.
Auch unter den Immoos von Morschach scheint es einige wagemutige Haudegen und Hasardeure gegeben zu haben. Jedenfalls wird in den alten Dokumenten, Büchern und Familienakten so einiges Interessantes, Heldenhaftes und Wagemutiges über gewisse Vertreter der Familie Immoos berichtet. Wagemutige Haudegen, Hasardeure und sogar Helden unter den Immoos von Morschach. / Daring swashbuckler, gamblers and even heroes among Immoos of Morschach. weiterlesen

Neben Axenstein und Axenfels konnte man in Morschach noch in etwa einem Dutzend Hotels, Pensionen und Gasthäuser einkehren. / Besides Axenstein and Axenfels you could still come in about a dozen Hotels and Inns in Morschach.

18.06.2016

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Eine kleine „Wirtschaftsgeschichte“ von Morschach zur Erinnerung

Dass Morschach in früherer Zeit neben Gstaad, St. Moritz. Grindelwald, Interlaken oder Zermatt ebenfalls zu den berühmten Tourismus-Destinationen in der Schweiz gehörte, ist vielen Leuten unbekannt. Dass es grosse, heute nicht mehr vorhandene „Hotelkästen“ gab, daran können sich ältere Leute noch erinnern. Spätestens dann, wenn sie bei einem Spaziergang im Gebiet des Axensteins auf die wenigen noch vorhandenen Überreste stossen.

Wird von der Blütezeit Morschachs berichtet, sind meistens nur die ganz grossen Hotels Axenstein und Parkhotel sowie Axenfels aus der Belle Epoque ein Thema. Die anderen etwas kleineren Betriebe geraten gerne in Vergessenheit. Dabei rundeten gerade diese Betriebe das touristische Angebot auch für die „Normalbürger“ in einem gesunden Mass ab und trugen wesentlich zum guten Rufe des Dorfes auf der Sonnenterrasse über dem See bei. Neben Axenstein und Axenfels konnte man in Morschach noch in etwa einem Dutzend Hotels, Pensionen und Gasthäuser einkehren. / Besides Axenstein and Axenfels you could still come in about a dozen Hotels and Inns in Morschach. weiterlesen

Die Immoos von Morschach, begeisterte Waidmänner – eine kleine Jagdgeschichte. / The Immoos from Morschach, avid hunters – a small hunting history.

03.06.2016

(English translation below)

Über die Jagd und die Jägerei kann man ja geteilter Meinung sein. Während die einen das Töten von wild lebenden Tieren grundsätzlich verabscheuen, sehen andere darin durchaus einen Nutzen und eine interessante Freizeitbeschäftigung in der Natur. Fakt ist: Jäger und Sammler waren wir Menschen schon immer, später kam einfach noch Ackerbau, Viehzucht, Gewerbe, Industrie und die Dienstleistungen dazu. Die Jägerei wurde darum nur noch für wenige zu einer wichtigen Nebensache. Die Immoos von Morschach, begeisterte Waidmänner – eine kleine Jagdgeschichte. / The Immoos from Morschach, avid hunters – a small hunting history. weiterlesen

Zwei Rekorde: Der älteste Bahndirektor und der amtsälteste Zivilstandsbeamte des ganzen Landes arbeiteten und wohnten in Morschach. / Two records: The oldest railway director and the most senior civil status officials of the whole country worked and lived in Morschach.

31.05.2016

(English translation below)

Morschach hat zwei interessante Arbeitsrekorde zu vermelden, von denen nur noch die wenigsten wissen! Beide Rekordhalter lebten und arbeiteten in Morschach. Der eine war ein waschechter Bürger von Morschach, aus einer seit langem eingesessenen Familie, der andere ein Zugezogener junger Idealist, später Unternehmer, der Morschach aus beruflichen Gründen zu seiner Wahlheimat machte. Beide liebten das Dörflein über dem Vierwaldstättersee und setzten sich bis zum Todestage für Morschach, die Gemeinde, Land und Leute ein. Der „Waschechte“ und jüngere als Gemeindeschreiber, Politiker in Gemeinde, Bezirk und Kanton, Zivilstandsbeamter und Landwirt, der „Zugezogene“ und ältere als Handwerker, Eisenbähnler, Depotchef, Betriebsleiter und Bahndirektor der Brunnen-Morschach-Axenstein Bahn (BrMB). Beide Lebenswege kreuzten sich oft. Sie kannten einander gut, geschäftlich und privat. Die Rede ist von Otto Klein, Direktor der Morschach-Bahn und Alois Immoos-Auf der Maur, Zivilstandsbeamter und Landwirt auf der Degenbalm. Zwei Rekorde: Der älteste Bahndirektor und der amtsälteste Zivilstandsbeamte des ganzen Landes arbeiteten und wohnten in Morschach. / Two records: The oldest railway director and the most senior civil status officials of the whole country worked and lived in Morschach. weiterlesen

Mysteriöser Todesfall in Morschach beschäftigte vor 243 Jahren die Behörden. / Mysterious death in Morschach concerned authorities 243 years ago.

19.05.2016

(English translation below)

Ein Grossbrand ist ein Ereignis, das interessiert. So ein Ereignis lockt Zuschauer an. Damals wie heute. Das muss man gesehen haben. Das dachte sich auch der Landwirt Augustin im Moos auf der Degenbalm in Morschach. Als er am 4. Juni 1773 vom Grossbrand im Dorfbach von Schwyz erfuhr, machte er sich sofort auf den Weg, um die Sache genauer zu betrachten. So ein Spektakel erlebte man im kleinen Bauerndorf ja nicht alle Tage und wenn es dunkel wurde, würde man die Flammen erst recht gut erkennen. Natürlich marschierte er nicht nach Schwyz, sondern er eilte von der Degenbalm über den Boden in Richtung Schwyzerhöhe. Von Morschach über die Schwyzerhöhe führte der alte und kürzeste Weg über Schönenbuch nach Schwyz. Von dieser Höhe aus erhoffte er sich einen freien Blick nach dem Hauptort und dem im Dorfbach lodernden Grossbrand. Es gab dort damals sogar noch eine speziell hohe Stelle, den Muolthen-Gütsch. Von da aus glaubte er, alles am besten beobachten zu können. Augustin Im Moos kehrte von seinem Erkundungsmarsch in Sachen Grossbrand nicht mehr nach Hause zurück. Die Suchmannschaften fanden Augustin später tot in einem kleinen Wäldchen liegend. Mysteriöser Todesfall in Morschach beschäftigte vor 243 Jahren die Behörden. / Mysterious death in Morschach concerned authorities 243 years ago. weiterlesen